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Wirtschaft der Zukunft

Gestern haben wir von der SPD Altona-Altstadt zu einer Diskussion über die „Wirtschaft der Zukunft - fair, innovativ, nachhaltig?“ eingeladen. Unsere Expert*innen haben gemeinsam mit uns und unseren Gästen überlegt, wie sich Nachhaltigkeit für alle und mit allen realisieren lässt, warum Unternehmen sich fair und ökologisch verhalten sollen – und ob sich damit bereits die Welt retten lässt. Spoiler: Nein. Die Politik, und gerade wir als SPD, müssten eine aktivere Rolle spielen, das war soweit Konsens. Regulierung wurde gefordert, ebenso wie Innovationsfreude und Zukunftsvisionen.


Wir sind dankbar für den vielschichtigen Input unserer Panelist*innen:

- Jordis Grimm, die an der Universität Hamburg zu Armut, Nachhaltigkeit und Unternehmensethik forscht,

- Laura Haverkamp, Ashoka Changemakerin und Social Entrepreneurship Rockstar (O-Ton einer Teilnehmerin),

- Juliane Michel-Weichenthal, Lieferkettenrevoluzzerin und Asien-Expertin,

- und Jan Spille, Deutschlands erster fairer und nachhaltiger Goldschmied mit Atelier in Ottensen.



Wir haben gesprochen über existenzsichernde Löhne hier bei uns und entlang der Lieferketten z.B. in Asien, über Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung im Bergbau und in der Schuhindustrie, über das Leistenkönnen und – wollen von fairer Kleidung und Bio-Lebensmitteln, über den Kapitalismus und das Unternehmer*innentum von morgen, über Wettbewerbsbedingungen und Regulierungsbedarf auf nationaler und internationaler Ebene…Eine Herausforderung bleibt, über die Frage zu entscheiden, wie viel Verantwortung, z.B. für Konsumentscheidungen, die einzelne Person trägt, welche Verantwortung Unternehmen zukommt, und ob wir nicht doch auch strukturelle Fragen zu unserem Wirtschaftssystem stärker in den Fokus nehmen müssen. Die Thematik schreit förmlich nach der Sozialdemokratie, die schon immer den Anspruch vertreten hat, große gesellschaftliche Transformationen sozial gerecht zu gestalten. Höchste Zeit, stärker vom Reden ins Handeln zu kommen.

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