Mit "mutig sein" beziehe ich mich auf die Politik als Ganzes. Ich zeige euch mein Verständnis von "Mut" in diesem Zusammenhang, die Herausforderungen, die ich sehe - und welche Lösungsansätze ich bei einer Wahl in die Hamburgische Bürgerschaft verfolge.

STATUS QUO

Puh, die SPD. Ich bin schon ewig aktives Mitglied und entsprechend oft an den Strukturen unserer Partei verzeifelt. Vor allem die Politik der Bundes-SPD hat mich, ebenso wie die erneute Entscheidung für die GroKo, fast zum Austritt getrieben. Ich finde, dass wir noch nicht die richtigen Antworten auf große Herausforderungen wie Klimakrise und Digitalisierung gefunden haben. Und mich ärgert, wenn wir als Fortschrittspartei, die alle im Blick hat, Zukuntsthemen verschlafen, und oft auch schlicht nicht mutig genug sind. 

Aber, wer macht eigentlich Politik? Wer sorgt dafür, dass die Welt ein bisschen mehr oder weniger so wird, wie wir sie uns wünschen? Politik macht sich nicht von allein, und jetzt, wo wieder Rechtsextreme in den Parlamenten sitzen, muss es heißen: antreten statt austreten. Raus aus der Schmollecke! Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos: wer meint, dass die Politik doch anders sein müsste, muss jetzt ran. Ich auch.

ZIELE

Ich will eine SPD, die Zukunftsfragen mutig und visionär angeht.

Ich will Zukunftsgestaltung statt Zustandsverwaltung.

Ich will soziale Gerechtigkeit und große Würfe im Umgang mit der Klimakrise und Digitalisierung.

Ich will, dass Menschen der SPD wieder zutrauen, dass sie ihr Leben wirklich besser macht.

Ich will, dass der parteiinterne Umgang so ist, dass Menschen Lust bekommen, mitzumachen. Und dass die Auseinandersetzung in der Sache nicht ins Persönliche abdriftet.

Ich will, dass sich Menschen auch dann bei uns engagieren und einbringen können, wenn sie Angehörige pflegen, in Schichten arbeiten oder Kinder betreuen.

HERAUSFORDERUNGEN

Das sind vor allem wir selbst: unsere Strukturen, Entscheidungswege, Prozesse, Sitzungskultur...

...und an manchen Stellen auch ein Mangel an Mut - Mut zu echter, sozialdemokratischer Politik, Politik für die Vielen statt für Wenige. 

LÖSUNGSANSÄTZE

Mutig sein im Sinne von: neue Formate schaffen, größere Würfe wagen, Visionen formulieren, den Menschen etwas zutrauen und zumuten.

Digitale Beteiligungsmöglichkeiten schaffen und ausbauen - auch für Nichtmitglieder.

Inhaltlichen Input stärker gewichten als Präsenz: du hast einen politischen Antrag geschrieben, kannst aber nicht bei einer der zahlreichen abendlichen Sitzungen dabei sein? Kein Problem, Input zählt, nicht bloße Anwesenheit.

Diversität ernst meinen und dies auch in der Besetzung von Gremien, Mandaten und Ämtern durchziehen. Unsere Gesellschaft ist viel bunter, als es unsere Parteistrukturen bisher abbilden. Da geht noch was. 

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